Exkursion

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Besichtigung einer Douglasienkultur (Foto: K.Förster)

Am Sonntag, dem 08.03.2020 fand, unter der Leitung von Forstwirtschaftsmeister Andreas Knoche, eine Exkursion zum Thema „die Rolle der Jagd bei der Wiederbewaldung“ im Forstamt Frankenberg statt.

Neben aktiven und fördernden Mitgliedern der Nachsuchengruppe Waldeck-Frankenberg, fanden sich einige Gäste und der zuständige Revierleiter Bromskirchen, Herr Renzihausen um 10 Uhr am Treffpunkt Meiserburg ein. 

Das erste Waldbild  war eine nach Kyrill gefplanzte Douglasienkultur. Hier wurden Arbeitsverfahren, Wildschutzmaßnahmen und notwendige finanzielle Mittel  erläutert. Trotz mehrfacher Nachbesserung und umfangreicher Schutzmaßnahmen  gegen Wildschäden, konnte nur ein Teil der Douglasien ohne Schlagverletzungen und Verbiss durchwachsen.  Auffällig war, dass wir auf der Fläche, ausser der Douglasie, Birke und Hollunder, kaum andere Baumarten sehen konnten und das obwohl in unmittelbarer Nachbarschaft z.B. ältere Eichen und Buchen stehen, deren Mast der vergangenen Jahre hier zur einer ergänzenden Naturverjüngung hätte führen müssen.

Das Highlight war dann die Besichtigung des sogenannten „Zaubergartens“.      Auf einer Fläche von etwa 0,2 ha wurde vor 6 Jahren im Bereich ca. 160 Jahre alter Weisstannen ein Gatter errichtet. Hier nimmt die Naturverjüngung seitdem ihren Lauf, der Wildeinfluss wurde ausgesperrt. Als Ergebnis haben sich 14 verschiedene Baumarten natürlich eingefunden, es fand keine Entmischung über selektiven Verbiss statt, auch die sensible Weisstanne ist mit vielen 10.000 Exemplaren vertreten.

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Im sogenannten „Zaubergarten“ (Foto: K.Förster)

Das Forstamt Frankenberg hat seit ca. 10 Jahren den Abschuss bei  Reh- und Rotwild konsequent erhöht.  Auf vielen Teilfächen hat es schon die Wirkung entfaltet, dass sich auch über Naturverjüngung  ein Mischwald ansiedeln kann. In manchen Regionen sieht es aber weiterhin so aus, dass  im Gatter viele Baumarten vorhanden sind, außerhalb aber nur 2 oder 3.

In Zeiten des Klimawandels, dem inzwischen landesweit Millionen Fichten, darunter auch viele Reinbestände, zum Opfer gefallen sind und noch fallen werden, ist das Ziel die Wiederbewaldung mit mindestens 5 Baumarten. So soll das Risiko bei nicht absehbarer Klimaentwicklung gestreut werden , damit auch nachfolgende Generationen vom CO2 Speicher Wald profitieren können. Dies wird jedoch nur mit angepassten Wildbeständen möglich sein.

Jeder Teilnehmer hatte Gelegenheit zum Ende der Exkursion einen persönlichen Beitrag zur Wiederbewaldung zu leisten. Unter fachkundiger Anleitung wurden mit Hacke und Spaten kleine Eichensetzlinge im Bereich eines ehemaligen Fichtenbestandes gepflanzt.

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Pflanzen der Eichensetzlinge (Foto: K.Förster)

Zum Abschluss der sehr informativen und gelungenen Veranstaltung konnte sich jeder noch vom guten Geschmack des Reh- und Rotwildes in Form von Bratwürstchen überzeugen.

Zum Thema praktischer Jagdbetrieb gab es von Forstamtsleiter Andreas Schmitt als Alternative zu Hochsitz und Drückjagdbock noch eine kleine Demonstration zur Handhabung des Klettersitzes.